Chronik

Geschichtliches

Von der Stadtpfeife hin zur MARKTREDWITZER BLASMUSIK

Für ein besseres Verständnis sei erklärt, dass die Historie um die Musik in Marktredwitz schon seit jeher durch das Amt und die Aufgaben des Türmers und des Stadtpfeifers verbunden war. Alle in den Marktredwitzer Unterlagen nachweisbaren Türmer tragen einen auf musikalische Tätigkeiten hinweisenden Zusatz wie Musicus oder Stadtpfeifer.

Am Sonntag, 29.04.2001 erhielt die Marktredwitzer Blasmusik in der Festhalle in Kahl am Main durch Herrn Staatsminister Hans Zehetmair für ihre vom Stadtarchiv belegte Chronik bis zurück auf 1631 die PRO-MUSICA-PLAKETTE

  • Das Amt des Türmers scheint es in Redwitz seit Ende des 15. Jahrhunderts gegeben zu haben (Thomas Haynel, Türmer, gest. um 1498). Zumindest will die heimatkundliche Literatur dies nachweisen können. Die Quelle ist nicht eindeutig zu bestimmen, unklar ist in dieser Zeit auch der Aufgabenumfang des Türmeramtes .
  • 1616 ist von der Einführung der Turmwache in Marktredwitz die Rede. Dieses Datum wird sowohl durch den Rückblick des Türmers und Musikdirektors Friedrich Wilhelm Ponader (s.u.) als auch in einem Archivrepertorium des 19. Jahrhunderts genannt. Leider ist das entsprechende Ratsprotokoll nicht (mehr?) in den Beständen des Stadtarchivs vorhanden. Da bereits früher von Türmern die Rede ist, könnte es sich auch um eine erste Aufgabenbeschreibung oder Türmerordnung gehandelt haben.
  • Der erste Nachweis eines Türmers, der auch musikalische Aufgaben wahrnahm, in den Akten der Stadt stammt aus dem Jahre 1631. Die Rede ist hier von Sebastian Wuchter, der aufgrund mangelnder Leistungen von seinem Amt entlassen wurde und dem „Stadtpfeifergesellen“ Martin Harrweg, der sich auf die freiwerdende Stelle bewarb.
  • Über viele Generationen hinweg bildeten sich bis hin zur Gegenwart unter diesen Personen verschiedene kleinere und größere Instrumental- und Vokalbesetzungen, die das Redwitzer Kulturgeschehen maßgeblich mitgestaltet haben.

Turmbläserbesetzung beim „Mailüfterlblasen“ 2004

  • Der Beruf des Türmers und Stadtpfeifers ist im 17. Jahrhundert unabhängig (!) von dem der Kantoren. Beide nehmen als „niederes Kirchenpersonal“ eng ineinandergreifende kirchliche Aufgaben wahr, der Türmer ist jedoch eindeutig ein städtischer Angestellter. Er wird vom Magistrat ernannt. Zu seinen Aufgaben gehören die Turmwache im Hinblick auf Feuer und herannahende Gefahren, das „Abblasen“ von Musikstücken zu bestimmten regelmäßigen Ereignissen und auch das Läuten der Kirchenglocken zu bestimmten festgelegten Anlässen. Außer dem stellt der Türmer die Stadtmusik. Er sorgt für musikalische Begleitung beispielsweise bei Hochzeiten auf dem Weg zur Kirche. Auch unterrichtet er Schüler in Musikfragen und bildet so unter anderem weitere Türmer und Stadtpfeifer aus. Der Türmer wird deshalb auch meist von einem Stadtpfeifergesellen und/oder einem Lehrling begleitet.“ Zwischen 1642 und 1650 (die Datenangaben sind widersprüchlich) scheint Johann Heinl (Hans Hein) die Türmerspflichten in Redwitz übernommen zu haben
  • In einem Brief vom 16.07.1646 an seinen Schwager schreibt er: „… Eine recht gute Einnahme verdanke ich auch immer dem Neujahrstag. Die Bürger wollen da frohe Musik hören, und so spiele ich im Markte das Neue Jahr mit meinen Instrumenten an und sammle dafür. Da langt fast jeder gerne in seinen Beutel
  • Aus der Zeit des Johann Heinl ist eine Aufstellung der Rechte und Pflichten des Türmers überliefert, die seine Aufgaben auch im Hinblick auf Musik beschreibt und sein Entgelt regelt. Leider ist die Originalquelle in den Beständen des Stadtarchivs nicht (mehr) auszumachen. Die überlieferte Edition entstammt jedoch bereits dem Jahr 1927. Herausgeber war der damalige Archivpfleger der Stadt Marktredwitz, der sich bei vergleichbaren Editionen als außerordentlich kompetent und quellengetreu erwiesen hat. Die vorliegende Edition kommt daher von der Glaubwürdigkeit durchaus einer Originalquelle nahe

Im Januar 2006 wird das Orchester vom geschäftsführenden Präsidenten des Nordbayerischen Musikbundes, Herbert Lorenz für über 375-jähriges Bestehen ausgezeichnet. Bei den zahlreichen Ehrungen wurden Carsten Wölfel und Thomas Bartmann für 20-jährige Mitgliedschaft, Erwin Jahreis für 25-jährige Dirigententätigkeit und Adolf Schell für über 50-jährige Mitgliedschaft im Blasorchester ausgezeichnet.

  • Ihm folgte im Amte sein Sohn Hanns (Johann) Caspar.
  • dann sein Enkel Peter
  • und sein Urenkel Johann Friedrich. Mit ihm wurde im Jahr 1758 der letzte Türmer aus der Familie Heinl zum Türmerdienst verpflichtet.
  • Neben den Arbeiten auf dem Turm und dem Abblasen der regelmäßigen Choräle und Kirchendienste war das Aufspielen bei Festen, vor allem bei Hochzeiten, eine Hauptaufgabe der Türmer, vermutlich die einträglichste. Dies führte immer wieder zu Rügen von seiten des Rats, weil die Türmer ihre Turmwachpflichten deswegen vernachlässigten oder aber zu Streitigkeiten mit den Türmern anderer Pfarreien, die sich gegenseitig die ergiebigen Feste in den einzelnen Dorfschaften streitig machten.
  • Um 1800 folgte Johann Michael Kaufmann
  • 1820 übernahm der ehemalige preußische Militärmusiker Johann Friedrich Thomae den Türmerdienst in Redwitz.
  • Johann Friedrich Thomae war der letzte der Marktredwitzer Türmer, der den alten Heischebrauch des Neujahrsumblasens pflegen durfte, da derartige Bräuche bereits im Jahre 1838 von seiten des Landgerichts Wunsiedel als „lästige Bettelei“ gebrandmarkt wurden. Die Ausübung wurde jedoch ihm persönlich bis zum Ende seiner Dienstzeit gestattet.

v. links: Herbert Lorenz, geschäftsführender Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, Klarinettist Adolf Schell und Dirigent Erwin Jahreis.

  • Als er im Jahre 1838 öffentlich aufspielte, gebot ihm der Gendarm Einhalt, aber der Magistrat erlaubte sein Tun, da das Geld, dass dabei gesammelt wurde, zur Besoldung des Türmers gehörte. In einem Schreiben vom 29. Januar 1838 vom Königlichen Landgericht in Wunsiedel dahier an den Magistrat zu Markt Redwitz heißt es: “ Der dortige Marktsmusiker Thomae ist v. kgl. Gendarmerie angetroffen worden in dem Dorfe Leutendorf in den letzten Tagen sowie auch im Dorfe Gottfriedsgrün, wie er mit etlichen seiner Musikgehilfen vor den Häusern Musikvorträge machte und milde Gaben dafür sammelte. In seiner heutigen Verantwortung aber brachte er vor, er sey auf dieses so genannte Neujahrsblasen patentiert, habe auch dieses Neujahrsblasen sowohl im Markte Redwitz als im Pfarrsprengel seit 17 Jahren unausgesetzt geübt, und begehre Entschädigung von der Marktsgemeinde Redwitz, wenn er diesen Erwerb nicht mehr machen dürfe. Der Magistrat hat darüber Erläuterung zu geben und zwar eventualiter sich zu rechtfertigen, wie er dem Thomae bisher diese Sammlung milder Gaben gestatten könne? Nur in dem Falle könnte im Markte Redwitz dieses s.g. Neujahrsblasen nachgegeben werden, wenn die Bürgerschaft solches verlangt und wenn in jedem einzelnen Fall die distriktspolizeiliche Erlaubnis durch den Magistrat als Localpolizeybehörde extrahiert worden wäre; da hingegen auf dem platten Lande in keinem Fall diese Gabensammlung gestattet werden kann, indem sich die Dorfgemeinden durchaus dagegen aussprachen.“
  • Als ihm im Jahr 1866 sein Sohn Johann Carl im Türmeramt nachfolgte, wurde das Neujahrsumblasen eingestellt. Später wurde den Türmern dafür erlaubt, im Rathaussaal einen Neujahrsball zu veranstalten.
  • 1895 wurde Friedrich Wilhelm Ponader die ehrenamtliche
  • 1897 die stellvertretende und
  • 1902 die hauptamtliche Direktion der Stadtmusik übergeben.
  • Er zog 1902 – unter vielen Bewerbern ausgesucht – als Türmer und Stadtmusikus auf dem Kirchturm ein. Jährliche Höhepunkte seines Schaffens waren die von ihm ins Leben gerufenen Neujahrskonzerte, deren erstes 1901 (!) im Saale des Weißen Rosses … und zweites 1902 in der Vereinshalle stattfanden.
  • Im Marktredwitzer Tagblatt vom 05.01.1901 heißt es: Den meisten Einwohnern dürfte noch erinnerlich sein, daß dem Türmer und Musikus dahier gestattet war, am Neujahrstage im Rathaussaale einen Benefiz-Ball abzuhalten, nachdem man die veraltete Sitte des Musizierens von Haus zu Haus aufgehoben hatte. Seit einigen Jahren mußte dieser Neujahrsball ausfallen, da Herr Thomae wegen hohen Alters seine Kapelle nicht mehr persönlich leiten konnte. Wie bereits bekannt, hat Herr Ponader die Direktion übernommen und erhält vom 1. Januar ab einen Zuschuß aus der Gemeindekasse, wogegen ihm zur Pflicht gemacht ist, das sogenannte „Abblasen“ vom Turme an Sonn- und Feiertagen (auch Neujahr – Anm. des Verf.) wieder zu besorgen. Herr Ponader möchte nun den Neujahrsball wieder einführen und am nächsten Sonntag im Weißen Roß ein Konzert mit darauffolgendem Ball veranstalten, dessen Ertrag der Musikkasse (Anschaffung von Instrumenten und Noten) zu Gute kommen soll. Da Musik hierorts noch nicht als alleiniger Erwerbszweig, sondern nur als Nebenbeschäftigung betrieben werden kann, so wäre zu wünschen, daß der Kapelle durch zahlreichen Besuch der Veranstaltung eine gute Einnahme verschafft würde, damit von ihr auch in Zukunft die edle Musika recht eifrig und freudig gepflegt wird. Bei dem verhältnismäßig niedrigen Entree ist ja das Opfer für den Einzelnen ganz gering.
  • Als Beschreibung hierüber erscheint im Markt-Redwitzer Tagblatt vom 09.01.1901: … Die am vergangenen Sonntag von Herrn Musikdirektor Ponader … veranstaltete musikalische Unterhaltung … erfreute sich eines sehr zahlreichen Besuches. … Der dem Konzert sich anschließende Ball verlief in animirtester Stimmung und konnte ein Jeder dem Tanzvergnügen reichlich huldigen.
  • 1911, nach Herstellung der hiesigen Feuermeldeanlage, wurde die Turmwache teilweise abgeschafft und Ponader konnte sich mehr der Musik und der Ausbildung seiner Musiker und der „Redwitzer Stadtkapelle“ widmen.
  • 1918 zog sein Bruder Ludwig als letzter (nur) Türmer auf dem Turme ein. Wilhelm führte weiterhin die Aufgaben der Musikdienste durch.
  • Regelmäßige Durchführung der Neujahrskonzerte unter seiner Leitung.
  • Ältestes erhaltenes Foto des Orchesters aus dem Jahre 1928.
  • Max Ponader, der Sohn von Wilhelm Ponader, übernahm 1934 als studierter Musiker die Leitung der Kapelle, hatte aber mit dem Türmerdienst nichts mehr zu tun.
  • Im Marktredwitzer Tagblatt vom Januar 1934 zu lesen: … Es war wiederum ein reines Blasorchester aufgestellt, daß unter Herrn Max Ponaders straffer und sicherer Leitung wirklich Ausgezeichnetes leistete… Nach seinem 50jährigen Musiker Jubiläum hatte Herr Obermusikmeister Wilhelm Ponader die gesamte Leitung erstmalig vollständig seinem Sohne übergeben und damit den Dirigentenstab in die besten Hände gelegt.
  • Die vorläufig letzten Hinweise über Neujahrskonzerte finden sich im Marktredwitzer Tagblatt vom 31. Dezember 1934: … Der traditionelle Neujahrsball der Stadtkapelle wird auch dieses Jahr wieder am Neujahrstag abends 7.30 Uhr im Kastnerbräusaal abgehalten. Das Neujahrskonzert fällt aus.
  • Gleichlautendes liest sich im Marktredwitzer Tagblatt vom 31. Dezember 1935: … Infolge verschiedener größerer Musikveranstaltungen in der letzten Zeit hat auch in diesem Jahre wieder Herr Stadtmusikmeister Max Ponader vor der Abhaltung eines Neujahrskonzertes Abstand genommen und dafür den altherkömmlichen Neujahrsball bestens ausgestattet.
  • Nach dem 2. Weltkrieg übernahm kurzzeitig Heinrich Reh, der sich dann mehr dem Chorgesang widmete,
  • zusammen mit Max Ponader (bis Juli 1951) die Leitung der „Stadtkapelle Marktredwitz“.
  • Von 1951 bis 1978 nimmt Erhard Mages als Stadtkapellmeister diesen Posten.
  • Von 1938 bis hinein in die 70er Jahre waren es Marktredwitzer Musiker wie Erhard Mages, Kurt Mages (sein Sohn), Hans Schell, Kurt Frohmader, Walter Gräf (bis zum Kriegsanfang), Martin Feilner und Fritz Rodehau, die jeweils ab dem 1. Mai jeden Dienstag und Donnerstag abends, an allen Feiertagen, als auch am Neujahrstag früh um 6.00 Uhr einen entsprechenden Choral vom Kirchturm in alle vier Himmelsrichtungen bliesen.
  • 1978 übernimmt Erwin Jahreis als 19jähriger Musikstudent den Dirigentenstab aus der Hand seines Lehrmeisters Erhard Mages.
  • 1980 muß er diesen wegen seiner Bundeswehrverpflichtung an Heinz-Wolfgang Hamann (dieser ist zu diesem Zeitpunkt auch Leiter der Städtischen Sing- und Musikschule) abgeben.
  • 1981 löst sich die Kapelle auf.
  • 1984 erfolgt die Neugründung als MARKTREDWITZER BLASMUSIK, wiederum unter Leitung von Erwin Jahreis (ab 1982 zudem stellvertretender Leiter und ab 1993 Leiter der Städtischen Sing- und Musikschule Marktredwitz) mit Eigenständigkeit und selbständiger Verwaltung.
  • Noch im Jahre 1984 brachte der Musiker Lorenz Bauer bei der Jahreshauptversammlung der Marktredwitz Blasmusik, wie die Kapelle inzwischen heißt, die Idee ein, doch wieder ein Konzert zum Neujahrstag zu veranstalten. Dies wurde bereits am 1. Januar 1985 in die Tat umgesetzt.
  • Ab 1985 ist das Orchester Mitglied im Nordbayerischen Musikbund.
  • Wegen der großen Publikumsnachfrage wird ab 1988 ein weiteres Konzert am Dreikönigstag veranstaltet.
  • Ab 1997 kommt man inzwischen regelmäßig am Sonntag nach Dreikönig einer Einladung der Stadt Arzberg zu einem Neujahrskonzert nach und
  • ab dem Jahre 2000 entspricht man dem Wunsche vieler Besucher mit einem zusätzlichen Konzert an einem Nachmittag zum Jahresbeginn.
  • Bei genauer Betrachtung aller Daten ergeben sich mehrere mögliche Anfangsdaten der Neujahrskonzerte:
  • verschiedenen Pressemitteilungen deuten auf 1898 hin
  • die Nummerierung der Konzertankündigungen und Programme würde auf einen Anfang im Jahre 1899 zurückführen (immer in Verbindung mit einem Neujahrsball)
  • ein Interview mit Wilhelm Ponader aus dem Jahre 1955, deutet auf einen Anfang der Konzerte im Jahre 1901 hin.
  • Die Musiker der jetzigen Marktredwitzer Blasmusik haben sich entschlossen im Jahre 2001 auf eine 100jährige Tradition der Neujahrskonzerte zurückzublicken.
  • Am Sonntag, 29.04.2001 erhält die Marktredwitzer Blasmusik in der Festhalle in Kahl am Main durch Herrn Staatsminister Hans Zehetmair für ihre vom Stadtarchiv belegte Chronik bis zurück auf 1631 die PRO-MUSICA-PLAKETTE.
  • Im Rahmen ihres Abiturs verfasst Flötistin Sabrina Bauer 2002 im Leistungskurs Geschichte ihre Facharbeit zum Thema „Die Türmer von Marktredwitz und ihr Einfluss aus die städtische Geschichte“ (Sonderdruck aus: Archiv für Geschichte von Oberfranken Bd. 82)
  • 2003 kann Erwin Jahreis nicht nur seine 30-jährige Mitgliedschaft, sondern auch sein 25-jähriges Dirigenten-Jubiläum feiern.Das gesamte Programm der Neujahrskonzerte stammt in Form von Kompositionen und Arrangements aus seiner Feder.Im Juli tritt stellv. Dirigent Thomas Bartmann mit seiner Frau Angelika in den Stand der Ehe – das Orchester gestaltet die Feierlichkeiten in der St. Josephkirche mit. Der Jahresausflug führt nach Füssen.
  • Die Neujahrskonzerte 2004 stehen unter der Überschrift „Solistenkonzerte“. Nahezu alle Register stellen sich hierbei ins Rampenlicht. Erstmals findet ein Konzert dieser Reihe in der Fichtelgebirgshalle in Wunsiedel statt. Bei der Jahreshauptversammlung im Januar wird Klarinettist Carsten Wölfel für 20 Jahre aktives Mitwirken geehrt. Geschäftsführer bleibt, wie seit vielen Jahren, Michael Heindl. Das Durchschnittsalter des Orchesters liegt bei 25 Jahren
  • Im September Aufzeichnung der Sendung „BR unterwegs“ mit dem Blechbläser-Quintett unter Thomas Bartmann. Eigens hierfür wird der Titel „Marktredwitz ist die schönste Stadt“ (nach der Melodie „Der böhmische Johann“) neu arrangiert.
  • Im Oktober Fahrt zur Landesgartenschau nach Burghausen und Mitgestaltung des Abschlusstages.
  • 2005 gab es drei runde Geburtstage ehemaliger Mitglieder. Im Januar kann Walter Rödel seinen 70sten (Flügelhornist und Trompeter von 1953 bis 1989), im Juni Kurt Mages seinen 80sten (Trompeter von 1939 bis ?) und im September Erwin Jahreis Sr. seinen 70sten (Flügelhornist und Trompeter von 1952 bis 1995) feiern.
  • Am 14. Mai heiraten die beiden Mitglieder Kathrin Söllner und Thomas Haberkorn. Am 23. Juli spielt das Orchester unter Leitung von Thomas Bartmann auf der Bundes Gartenschau in München und übernimmt dort die Fahne des „Landesverbandes Singen und Musizieren Bayern“. Von 1. bis 3. Oktober führt der Jahresausflug mit großem Programm nach Köln.
  • Im Januar 2006 wird das Orchester vom geschäftsführenden Präsidenten des Nordbayerischen Musikbundes, Herbert Lorenz für über 375-jähriges Bestehen ausgezeichnet. Bei den zahlreichen Ehrungen wurden Carsten Wölfel und Thomas Bartmann für 20-jährige Mitgliedschaft, Erwin Jahreis für 25-jährige Dirigententätigkeit und Adolf Schell für über 50-jährige Mitgliedschaft im Blasorchester ausgezeichnet.
  • Am 24. Mai 2006 musikalische Umrahmung der Öffnung der „Grenzenlosen Landesgartenschau in Marktredwitz“ und am 24. September der Abschlussveranstaltung.
  • Am 21.04. 2007 Umrahmung der 125-Jubiläumsfeier der Brauerei Nothhaft in den Shedhallen.
  • Die vier Neujahrskonzerte 2008 (drei davon in Marktredwitz, eines in Arzberg) stehen unter dem 30-jährigen Jubiläum ihres Dirigenten Erwin Jahreis. Als Solisten wirken seine Tochter Saskia (Marimba) und Sohn Mirco (Tuba) mit.
  • Das Jahr 2009 steht unter dem Zeichen „Hochzeit“. Mit Stefanie Grießhammer (ehemalige Saxophonistin), Christian Freitag (Solo-Klarinettist und Solo-Saxophonist) und Sabrina Bauer (Solo-Flötistin) kommen in diesem Jahr gleich 3 Musiker/innen „unter die Haube“.
  • Im September steht der 70ste Geburtstag des ehemaligen 1. Flügelhornisten Otto Bojer und im November der 95ste (!) Geburtstag des ehemaligen Hornisten und Xylophonsolisten Hans Thoma an.
  • Der Orchesterausflug führt in diesem Jahr im Oktober nach Heidelberg.

Neue Leitung: Für die laufende Saison geben Sabrina Hinz und Martin Mosáth den Takt an. Dirigent Erwin Jahreis legt eine schöpferische Pause ein.

Ehrung: Für sein inzwischen über 32-jähriges Engagement im Ehrenamt ist Erwin Jahreis in seiner Funktion als Orchesterchef der Marktredwitzer Blasmusik mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten“ ausgezeichnet worden.